römisch- kath. Gemeinde Tangermünde

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Die Ökumenische Friedensdekade steht in diesem Jahr unter dem Motto „Streit!“ und streiten können muss man in einer Demokratie. Wer nicht streiten kann, der kann sich auch nicht einsetzen für das, woran er glaubt. Konflikt- und Dialog-bereitschaft sind besonders wichtig für eine gesunde Demokratie. Man muss auch mal streiten, um die Perspektive zu wechseln und vielleicht einen neuen Blick auf alte Heraus-forderungen zu bekommen. Für jeden guten Kompromiss ist es schließlich entscheidend, dass beide Seiten sich gesehen fühlen. Wir leben in angespannten Zeiten und das politische Weltgeschehen schreitet mit besonderer Dynamik voran. Wir leben aber auch in Zeiten der einfachen Formeln und der schnellen Antworten. Durch die Digitalisierung der Gesell-schaft erreichen uns Botschaften des Hasses und der Into-leranz schneller und direkter. Hier sind wir alle gefragt, dagegen zu halten und uns nicht weg zu ducken. Es braucht Zeit und Geduld, sich auf den Anderen einzulassen. Es lohnt sich aber immer, sich diese Zeit zu nehmen und Werbung für die friedliche Auseinandersetzung zu machen. „Streitbare Demokratie“ – das ist ein Grundverständnis der Demokratie in Deutschland. Die „streitbare“, also wehrhafte Demokratie, geht auf unsere Geschichte zurück, die in besonderem Maße zum Innehalten und zum bedachten Handeln ermahnt. Denn wer eine Streitkultur nicht pflegt, sondern abschaffen will, der ebnet Demagogie und Diktatur den Weg. Allen  Bürgern und Bürgerinnen, Verbänden und Organisationen, dem Gesprächsforum der Ökumenischen Friedensdekade und allen Mitwirkenden danke ich herzlich für ihren Einsatz. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Schaffenskraft und kreative Ideen für die Zukunft, die wir gemeinsam gestalten.

 
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